Wer wir sind ?
Die Familie Kunze !

Bestehend aus:
Jürgen Kunze, geb.1964, Ingenieur.
Im Sommer arbeite ich als Kfz-Sachverständiger in Deutschland, die Wintermonate verbringe ich in Brasilien, vornehmlich in Noronha. In den 80er Jahre begann ich zu reisen, durchstreifte zunächst Südostasien bis nach Papua Neuguinea, verbrachte einige Jahre einen Teil der Wintermonate auf den Philippines, bereiste aber außerdem andere Länder, insbesondere in Südostasien, Afrika, der Karibik und Lateinamerika. 1989 betrat ich erstmals brasilianischen Boden (zum Carneval in Rio). Ich verliebte mich in Land und Leute, seilte mich mehr und mehr von Asien ab und konzentrierte mich auf Brasilien. Ende der 90er Jahre verschlug mich das Schicksaal nach Noronha. Ich habe mich sofort in die Insel und einige Tage später in eine Insulanerin verliebt, die ich 2001 geheiratet habe. Seit dieser Zeit besitze ich in Brasilien die Permanencia (unbefristete Aufenthaltsgenehmigung) und seit 2013 eine definitive Aufenthaltsgenehmigung (Carteira de Morador) für Fernando de Noronha (abgesehen von meinen beiden Kindern als einziger Deutscher), die mir dort einen Einheimischenstatus verleiht. Meine Hobbies: Reisen und Segeln und mit meinem Segelboot reisen --- und vor allem mein Sohn Max und meine Tochter Alyna
Berenice Rodruigues dos Santos Kunze, geb. 1976, Allrounder.
Man kennt mich unter dem Namen Beré (sprich Beree). Ich bin in Fernando de Noronha geboren. Als ich 3 Jahre alt war, wurde mein Vater, der in der Armee arbeitete, nach Humaitá im tiefsten Amazonas versetzt. Nach einer schönen Kindheit in der Natur wurde mein Vater, als ich 8 Jahre alt war, nach Brasilia versetzt. Dort verbrachte ich meine Jugend, habe mit 17 Jahren meine Tochter Gabriela zur Welt gebracht und bin im Alter von 20 Jahre zurück nach Noronha. Ich habe im Kindergarten 'Bem me quer' als Kindergärtnerin gearbeitet, bis ich 1999 meinen Mann kennen lernte. Im Jahr 2001 haben wir in Dänemark geheiratet. Während der Sommermonate leben wir in München, wo ich verschiedene Deutschkurse besucht habe. Die Wintermonate verbringen wir in Noronha, wo 2003 unser Sohn Maximilian in einer Höhle am Meer entstand.
Auf unserem Grundstück in Noronha planen wir derzeit den Bau eines Wohnhauses mit angegliedertem Restaurant. Der Bau ist bereits von der strengen Inselregierung abgesegnet, aber die Fertigstellung wird noch etwas dauern. In Brasilien ticken die Uhren langsamer, in Noronha scheinen sie manchmal zu stehen. Meine Hobbies: Kinder, vor allem mein Sohn Maximilian und meine Töchter Alyna und Gabi und Schwimmen, am liebsten mit unseren Delphinen.
Gabriela Lorri dos Santos, geb. 1993, angestellt bei Pousada Solar dos Ventos.
Ich bin in Brasilia geboren und im Alter von 3 Jahren nach Noronha gekommen. Dort besuchte ich den Kindergarten 'Bem me quer' und danach die Inselschule 'Escola de Arquipelago'.
In Deutschland war ich auch schon vier mal. Dort hat es mir sehr gut gefallen, vor allem in den Bergen beim Skifahren.
Ich arbeite für die Pousada Solar dos Ventos an der Rezeption. Nach der Arbeit gehe ich gerne an den Strand um mit meinem kleinen Bruder zu schwimmen oder zu surfen. Im Februar sind am Casimba do Padre die internationalen Surfmeisterschaften, da freu ich mich schon drauf. Dann wimmelt die Insel von Surfern und es ist richtig was los. Ich möchte gerne Flugbegleiterin oder Fotomodell werden, aber dazu müsste ich von Noronha wegziehen.
Meine Hobbies sind Fotografieren, Surfen (wie alle Jugendlichen hier), Musik, Tanzen und Capoeira.
Maximilian dos Santos Kunze, geb. 2003, Surfer.
Ich bin in dieser Höhle entstanden. Rechts auf dem Bild - das ist die Mimi - meine Oma - und links meine Mama. Im Bauch meiner Mama bin ich nach München geflogen und dort in der Frauenklinik in der Maistrasse zur Welt gekommen. Es hat mir in Deutschland gut gefallen, vor allem im Winter in den Bergen. Als ich aber mit 5 Monaten nach Noronha gekommen bin - das war die Wucht. Weil es mir hier so gut gefallen hat, hat mein Papa zu seinem Chef gesagt, dass er lieber mit mir barfuss an den Strand geht, als mit dem Mercedes in die Arbeit fährt und deshalb nicht mehr so viel arbeiten kann, weil ich in Noronha groß werden soll. Wir haben dann die neue Wohnung, die mein Papa kurz bevor ich geboren wurde gekauft hat, wieder verkauft. Mein Zimmer mit den Bärchen an der Tapete und am Teppich war zwar schön aber noch schöner ist es hier am Strand und auf dem Surfbrett. Ich habe auch schon einige Pokale bei Surfwettbewerben gewonnen und bereits einen Sponsor. 2013 wurde hier auf der Insel ein Kinofilm gedreht - "Sangue Azul". Ich habe die Kinderhauptrolle bekommen. Das war aufregend und ich habe auch eine richtige Gage bekommen. Manchmal fliege oder segle ich mit meinem Papa nach Recife und zu den Ferien darf ich nach Deutschland. Mein Papa sagt, wenn ich groß bin werde ich mal Pirat. Oder ich werde Skifahrer, das hab ich im Sommer am Gletscher in Österreich gelernt. Vielleicht machen wir dann eine brasilianische Skimannschaft auf und gehen zu den Winterspielen. Meine Hobbies sind Spielen, vor allem im Meer, Baden, Schwimmen, Surfen, Bootfahren, Reiten und Capoeira.
Alyna dos Santos Kunze, geb. 2013.
Ich bin in München entstanden und in Recife geboren. Ich gehe schon in die Babykrippe, wo ich Sympatia da Ilha genannt werde. Wenn mein Papa arbeiten muss, fliegen wir nach Deutschland, dort sehe ich dann auch meine andere Oma und Opa wieder. Meine Hobbies sind Sachen machen, die ich eigentlich nicht darf, Spielen, Mama und Papa auf Trapp halten, Baden, Trampolin und Spazierengehen oder -fahren.
Bingo, geb.04.10.2006, gest. 01.10.2012, Streuner.
Ich bin in João Pessoa geboren. Mein Herrchen hat dort lange nach einem Hund als Weihnachtsgeschenk für seinen Sohn Maxi gesucht. Als er mich gesehen hat, hat er "Bingo" gesagt und mich gekauft. So bin ich zu meinem Namen gekommen. Da ich damals noch sehr klein war (3 Monate), mussten wir erst zum Tierarzt zum impfen. Dann sind wir mit dem Auto nach Recife gefahren und mussten dort erst mal auf irgend so ein blödes Amt, damit ich nach Noronha darf. Der Flug war ganz schön aufregend, ich durfte sogar aus meinem Käfig raus, weil die Flugbegleiterin mich so schnuckelig fand. In Noronha haben sich dann alle über mich gefreut. Ich liebe es von zu Hause auszureisen und mich auf der Insel rumzutreiben. Ich musste deshalb schon mal eine zeitlang an die Leine, vor allem weil ich am Praia do Sueste einen Vogel gefangen habe und der IBAMA das gar nicht gefallen hat. Manchmal sperrt mich Herrchen oder Frauchen auch ein, wenn sie abends weggehen wollen und ich mitkommen will. Dabei gehen die doch in die Bar do Cachorro (Bar des Hundes). Ich versteh gar nicht warum ich da nicht mitdarf, ich bin doch ein Hund. Außer mit dem Maxi am Strand zu spielen sind meine Hobbies: Streunen, Touristen ankläffen, Pferde jagen und gutes Fressen - vor allem im Flamboyant (nur nicht zuhause!).Wau Wau Wau.
Bingo hat sich von uns verabschiedet, die ganze Insel trauert. Wir werden dich nicht vergessen