STRÄNDE UND BUCHTEN



Die meisten Strände liegen auf der Seite des "Mar de dentro" (inneres Meer). Das Mar de dentro ist die Seite, die eher Richtung Brasilien sieht. Hier gibt es 10 Strände und 2 Buchten, eine dieser ist weltweit einzigartig – die Baia dos Golfinhos, die Delphinbucht, die nicht betreten werden darf. Das Mar de dentro ist fast das ganze Jahr leeseitig (windschattenseitig) und das Meer dadurch ruhiger, was Bootsausflüge und Strandwanderungen erlaubt.

Die eher Afrika zugewandte Seite nennt man das "Mar de fora" – äußeres Meer. Hier haben wir 4 Strände, eine Bucht, 2 Aussichtspunkte und ein Gebiet mit zahlreichen natürlichen Schwimmingpools in den Felsen. Das Meer ist hier aufgewühlt, bis auf einige von Riffen geschützte Stellen, die wie riesiges Aquarien mit unzähligen bunten Fischen und sonstigen Meeresbewohnern erscheinen.

Lernen Sie hier die einzelnen Strände und Buchten Noronhas kennen und was diese ihren Besuchern zu bieten haben.



1. Praia do Leão
2. Ponta das Caracas
3. Baía Sueste
4. Praia de Atalaia
5. Enseada da Caeira
6. Buraco da Raquel
7. Ponta da Air France
Mar de Dentro - Inneres Meer
  8. Baía e Porto de Santo Antônio 15. Praia do Bode
  9. Praia da Biboca 16. Praia da Quixabinha
10. Praia do Cachorro 17. Praia da Cacimba do Padre
11. Praia do Meio 18. Baía dos Porcos
12. Praia da Conceição 19. Baía do Sancho
13. Praia do Boldró 20. Baía dos Golfinhos
14. Praia do Americano 21. Ponta da Sapata





MAR-DE-FORA - Äußeres Meer


Foto: Jürgen Kunze

1. Praia do Leão - (Platz 3 der schönsten Strände Brasiliens)
Seinen Namen hat er von dem vorgelagerten Felsen, der wie ein immenser liegender Seelöwe aussieht (Leão=Löwe). Seitlich eine Klippe, der Morro da Viuvinha, mit unzähligen Vogelnestern im Felsgestein. Sehr weißer Sand, natürliche Schwimmingpools in den Felsen, die mit hohen Gischtfontänen die Brandung abhalten. Oben ist die Ruine der Festung Bom Jesus do Leão mit 13 teilweise ausgegrabenen Kanonen. An diesen Strand kommen die meisten Schildkröten zur Eiablage. Er ist Teil des Nationalparks mit einer ständigen rigorosen Kontrolle durch die IBAMA. Zu den Zeiten der Eiablage darf niemand diesen Strand nach 18:00 Uhr betreten.

Foto: Jürgen Kunze

2. Ponta das Caracas
Vom Aussichtspunkt auf dem Hügel blickt man auf eine kurios anmutende Felsformation ca. 60 Meter hinab, die das Land vom tiefblauen Ozean trennt. Diese flache Felsenlandschaft bildet zahlreiche natürliche Schwimmingpools gefüllt mit bunten Fischen, Rochen leider auch Moränen. Dieses Naturschauspiel wird begleitet von Fontänen der Brandung und Wasserfällen, die sich von Felsen zu Felsen ergießen. Leider ist es neuerdings verboten vom Aussichtspunkt zu dieser skurrilen Landschaft abzusteigen und ein Bad in einem der schönsten Pools der Welt zu nehmen.

Foto: Renata Victor e Cecília de Sá Pereira

3. Baía Sueste
Die Bucht bzw. der Strand Sueste liegt direkt am südlichen Ende der kürzesten “Autobahn“ Brasiliens, der BR 363. Hier landeten 1629 pernambucanische Truppen, um die Insel von den Holländern zurückzuerobern. Die geschützte Bucht mit geringem Wellengang und vorgelagertem Inselchen bietet einen Ersatzhafen zu den Zeiten in denen das innere Meer aufgewühlt ist. Der Strand eignet sich hervorragend zum Schnorcheln, vor allem Schildkröten tummeln sich hier. Der rechte Bereich an den Felsen ist durch Bojen abgetrennt. Dort darf nur noch mit Schwimmweste geschnorchelt werden, um die Schildkröten nicht zu belästigen. Schwimmwesten können gegen geringe Gebühr am Eingang der Econoronha-Station gemietet werden. Auf der linken Seite kann man die Ruinen der Festung Săo Joaquim do Sueste besichtigen.

Foto: Hans von Manteuffel

4. Praia de Atalaia
Er erinnert an den vulkanischen Ursprung der Insel – schwarze Felsen, Riffe und der Morro do Frade mitten im Meer. Der Zutritt ist nur für 30 Personen gleichzeitig gestattet, die dann, je nach Aufkommen, ca. 15 Minuten schnorcheln dürfen. Eine mögliche Wartezeit wird belohnt! Sie schnorcheln in einem natürlichen Aquarium in dem sie die Flora und Fauna des Südatlantiks hautnah erleben. Der Zugang ist streng durch einen Mitarbeiter der IBAMA geregelt. Auf der linken Seite sind die Überbleibsel der Salina, die an die Anwesenheit der US-Amerikaner während des 2.Weltkriegs erinnern.

Foto: Renata Victor e Cecília de Sá Pereira

5. Enseada da Caeira
Natürliche Schwimmingpools in den Felsen, Wanderdünen (eine weitere ökologische Besonderheit) und eine steil abfallende Bucht, die zur Vorsicht beim Klettern aufruft. Am Himmel zahlreiche Vögel, die dieses Gebiet überfliegen.

6. Buraco da Raquel
Das Loch der Raquel – ein Platz zum nachdenklich werden. Ein riesiger Felsen am Strand mit einer großen Höhle umgeben von kleinen seichten Becken überfüllt mit farbigen Fischen. Da hier besonders schützenswertes Meeresgetier haust ist ein Begehen der Höhle verboten. Der Name rührt von der Tochter eines Kommandanten, die sich – die eine Version - in Krisenzeiten, die andere – mit ihren Liebhabern dorthin zurückzog.

Foto: Archiv der Inselverwaltung

7. Ponta da Air France
Dort wo sich das innere und äußere Meer im Norden treffen hat dieses Gebiet eine historische Bedeutung. Die Air France hat dort 1927 einen Stützpunkt für die ersten interkontinentalen Flüge zwischen Europa und Amerika errichtet. Baden kann man hier nicht, dafür geniest man eine herrliche Aussicht auf die vorgelagerten Inseln (ilhas secundárias), wie die Ilha Rata oder die São José, auf der sich die einzige Festung außerhalb der Hauptinsel, das Forte de São José do Morro befand. Im einzigen übrig gebliebenen der drei alten Stützpunktgebäude wurde von der Vereinigung der Künstler Noronhas das "Espaço Cultural Air France" errichtet..


MAR-DE-DENTRO - Inneres Meer


Foto: Hans von Manteuffel

8. Baía e Porto de Santo Antônio
Diese Bucht bezeichnete Americo Vespuci 1504 als genialen Ankerplatz und deklarierte sie zum Hafen, was sie auch heute noch ist. Hier starten und landen die Versorgungsschiffe, Ausflugs- und Fischerboote und Besucher der Insel, die sich nicht für den Luftweg entschieden haben. Die großen Kreuzfahrtschiffe müssen allerdings ca. 500m vor dem Strand ankern, eine gesunkene griechische Fregatte, die Eleani Sthatathos blockiert für sie die Hafeneinfahrt. Der Name der Bucht stammt von der ersten Festung der Insel dem Forte de Sto. Antônio. Der Strand ist das beliebteste Sonntagsausflugsziel der Insulaner. Sehr gut zum Schnorcheln geeignet, kann es hier auch vorkommen, wenn man ca. 150m bis zur Boje schwimmt, welche die gesunkene Fregatte markiert, dass man auf Delphine stößt. Hier hatte auch ich meinen ersten persönlichen Delphinkontakt, der mich für eine halbe Stunde in eine andere Dimension befördert hat – Vorsicht, kann süchtig machen.

9. Praia da Biboca
Er liegt unterhalb der Festung Remédios. Zum Baden eher ungeeignet, da er schwer zugänglich ist und sehr steinig. Im Volksmund wird er auch Schiffsfriedhof genannt, da die Boote, die sich im Hafen losreisen in der Regel hier stranden.

Foto: Archiv der Inselverwaltung

10. Praia do Cachorro
Der Strand des Hundes (Cachorro). Er liegt unterhalb der Festung Remédios auf der rechten Seite und der Bar do Cachorro, der Inseldisko links. Seinen Namen hat er auf Grund des riesigen Felsens links, in dem man unschwer einen schlafenden Hund erkennen kann. Sonntags wird er gerne von den Einheimischen besucht, da er von der Vila dos Remédios am schnellsten erreichbar ist. Für das leibliche Wohl sorgen zwei Baracas (Strandbars im Plastikstuhlstil). Ein weiterer Anziehungspunkt hier ist ein natürlicher Schwimmingpool das "Buraco do Galego" im Felsen, der den Strand auf der rechten Seite begrenzt.

Foto: Jürgen Kunze

11. Praia do Meio
Strand der Mitte. Ein lang gezogener Strand zwischen Cachorro und Conceição mit weichem Sand, der nur einen Nachteil hat – kein Schatten. An seiner linken Seite wird er durch eine Landzunge begrenzt, auf der die Bar do Meio auf einen Drink einlädt. Die Landzunge ist bei Ebbe mit der Insel da Conceição (der Felsen der wie ein schlafender Hund aussieht) verbunden. Am Eingang steht als Wächter der "Pião". Diesen Felsen habe ich für mich persönlich in "Buddha" umgetauft – nach der Inspiration meines buddhistischen Freundes Mikel, der mich besuchte. Mit ein wenig Phantasie kann man einen Buddhakopf erkennen. Der Hals ist durch die Brandung so dünn, dass man meinen muss, der Kopf fällt jeden Augenblick um. Tut er nicht, dank Werner, der ihn stützt und als Beweiß, dass Noronha frei jeglicher seismischer Erregungen ist. Mutige, die bei Ebbe die Besteigung des Cachorros wagen, werden dort mit einem herrlichen Pool im Felsen belohnt.

Foto: Ivaldo Bezerra

12. Praia da Conceiçã
Am Fuß des Morro do Pico – unserem Wahrzeichen, der wie ein drohender Finger, andere sagen wie ein Phallus, 323m aus der Landschaft ragt. Dieser Strand ist aus mehreren Gründen sehr beliebt. Zum einen die Aussicht auf den Pico, den Cachorro und dem Buddha, andererseits wegen der guten Zugänglichkeit. Man erreicht ihn zu Fuß von der Vila dos Remédios in 15 Minuten. Weiterhin bietet er für Surfer eine geeignete Spielwiese und nicht zuletzt durch die Bar Duda Rei. Hier spielt die beste Musik der Insel. Duda hat vor Jahren das Abwasser der Badewanne am Strand, die zum Duschen dient, genützt um Palmen zu pflanzen, die mittlerweile eine stattliche Höhe haben und genügend Schatten spenden. Hier lässt sich’s aushalten! Man kann bei einer Caipi relaxen, Beachvolleyball oder Frescoball spielen, ab und zu ein Bad nehmen, den Surfern zusehen oder selbst surfen, oder einen Spaziergang am weitgezogenen Strand Richtung Boldró machen und die Statue der Nª Sª da Conceição besuchen. Wenn nicht gerade Flut ist gelangt man über die Felsen weiter zum Praia do Boldró. Der Fußmarsch dauert eine gute halbe Stunde. Schließen Sie sich Einheimischen an um nicht verloren zu gehen, aber keine Angst, der Weg ist auch für Ungeübte zu bewältigen – mein Sohn machte ihn mit vier Jahren mindestens zweimal die Woche mit mir. Auf der rechten Seite des Strandes kann man sich bei Marcus billiger als in der Bar Duda Rei mit Bier oder Erfrischungsgetränken versorgen. Hier kann man auch Liegestühle und Sonnenschirme mieten und den Einheimischen beim Sardinenfischen zusehen. Oft werden die Sardinen gleich geputzt und gegrillt. Grosse Wahrscheinlichkeit mich hier zum Sonnenuntergang zu treffen!

Foto: Jürgen Kunze

13. Praia do Boldró
Zu Zeiten des kalten Kriegs wurde der Boldró von den US-Amerikanern als Cruise Misseles Überwachungsstation genützt. Abgesehen von seiner schlechten Zugänglichkeit über die Felsen vom Conceição oder über eine steile schlecht ausgebaute Straße bietet der Boldró alles was man braucht. Vor allem Surfer zieht es an diesen Strand. Der linke Teil des Strandes ist besiedelt. Mein Freund Gerson hat hier in seinem Anwesen drei Fremdenzimmer eingebaut - eine Unterkunft mit Robinson Crusoe Effekt. Ein genialer Platz zu Wohnen, ein Steinwurf vom Meer. Man kann hier den Sardinenfischern bei der Arbeit zusehen, die auch gerne bereit sind einige Sardinen abzugeben, damit Sie die Fregattvögel füttern können, die aus der Hand fressen. Der Sonnenuntergang am Boldró ist ein Muß. Nirgends in Brasilien ist er so schön wie hier.

Foto: Hans von Manteuffel

14. Praia do Americano
Klein und einsam! Das richtige für Liebespaare. Seinen Namen hat er von den US-Amerikanern, deren Cruise Misseles Überwachungsstation während des kalten Kriegs auch hier eine Basis hatte. Er war bis 1989 Militärgebiet und für die Insulaner unzugänglich.

Foto: Hans von Manteuffel

15. Praia do Bode
Ein antiker Fußweg aus Steinen führt zu diesem ruhigen Strand mit Pools in den Felsen. Ein großer Felsen, der Bode (Hammel) dient als Aussichtspunkt und verleiht den Strand seinen Namen.

16. Praia da Quixabinha
Ein kleiner Strand zwischen Bode und Casimba do Patre gelegen. Bei Ebbe ruhiges und bei Flut aufgewühltes Meer, lädt er zum Baden ein. Seinen Namen hat er übrigens von einer Heilpflanze, der Quixaba oder Quixabera, die von den Einheimischen als Mittel gegen Rückenschmerzen verwendet wird. Mich hat sie nach dreijähriger schwerer Arthritis unendlich viel Chemie, Cortison und Arztbesuchen innerhalb von 5 Tagen bis heute (6 Jahre später) von diesem Leiden befreit.

Foto: Hans von Manteuffel

17. Praia da Cacimba do Padre
Einer der weitesten Strände der Insel. Links von ihm im Meer befindet sich ein weiteres Wahrzeichen Noronhas, die Dois Irmãos (zwei Brüder). Diese beiden fast identischen Felserhebungen sind der Sage nach die Brüste einer unzüchtigen Frau, die versteinert im Meer liegt. Der ursprüngliche Name des Strandes war Praia da Quixaba bis 1888 vom Gefängnisdirektor hier eine Trinkwasserquelle entdeckt wurde (Cacimba=Wasserloch). Oberhalb des Strandes befindet sich die Vila da Quixaba mit einer Kapelle. Hier war Ende des 19. Jahrhunderts ein Trakt des Gefängnisses. Auch für das leibliche Wohl ist am Strand gesorgt. Am Eingang rechts befinden sich zwei Barracas wo man gut gegrillten Fisch isst. Der Strand ist das Surferparadies der Insel. Aufgrund der optimalen Voraussetzungen finden hier im Februar die nationalen und internationalen Surfmeisterschaften von Hang-Loose® statt, der den sonst ruhigen Strand in ein El Dorado für einheimische, nationale und internationale Besucher und Teilnehmer und der Presse verwandelt. In der sonstigen Zeit wird er gerne von den Insulanern, bewaffnet mit Feuerholz, Getränken und Gitarre, zu nächtlichen romantischen Strandfeiern und auch von heimlichen Liebespaaren genutzt.

Foto: Jürgen Kunze

18. Baía dos Porcos - (Platz 2 der schönsten Strände Brasiliens)
Die Schweinebucht Noronhas. Der Zugang zu ihm ist schwierig. Er kann nur noch über den Cacimba do Patre über einen steinigen, mühsamen Weg über die Felsen erreicht werden. Der Weg vom Sancho aus ist neuerdings nicht nur mehr verboten, sondern auch verschüttet. Die Mühe zahlt sich aus. Ein wunderschöner kleiner Strand, mit herrlicher Aussicht auf die Dois Irmãos, schattig und wie geschaffen zum Schnorcheln. Aufgrund der zahlreichen Felsen im Wasser tummelt sich hier allerlei Meeresgetier. Eine Beschreibung würde hier zu weit führen und könnte selbst von geübten Poeten die Realität nicht annähernd wiedergeben. Schnorchelausrüstung ist hier Muss. Sie kann übrigens am Hafen tageweise gemietet werden.

Fotos: Jürgen Kunze

19. Baía do Sancho - Der schönste Strand Brasiliens und neuerdings auch der Welt (www.tripadvisor.de).
Er spottet jeder Beschreibung. Fast halbkreisförmig geschützt von 50m hohen Steilwänden ist der Zugang zu ihm schwierig. Er kann nur zu Wasser oder über eine Eisentreppe in einer Grotte durch die Klippen erreicht werden. Ein enger und mühseliger Abstieg, nichts für Leute mit übergewicht und Platzangst. Das teilweise nur 80cm im Durchmesser große Loch im Fels lässt nur Einbahnverkehr zu. Wieder im Freien folgt eine im Höhenunterschied ca. 60m lange, in den Fels gemeißelte Treppe. Die Mühe belohnt ein einsamer Strand mit herrlich weichem Sand. 360° Panoramablick vom Feinsten. Hinter einem, zur rechten und zur linken Seite die steil abfallende Felswand mit zahlreichen Vogelnestern, darüber der blaue Himmel, vorne ein nahezu schneeweißer Sandstrand mit Steingehalt nahezu Null und dahinter der tiefblaue Ozean. Von den Ausflugsbooten wird die Bucht gerne als Ankerplatz benutzt, was erlaubt ist, da hier keine Korallen im Ankergrund beschädigt werden können. Es gibt nur Sand und Fische, die so zutraulich sind, dass sie einen gerne anknabbern! Bei einem Besuch hier sollte man unbedingt etwas Verpflegung mitnehmen, da einen dieser paradiesische Fleck Erde nicht so schnell loslässt und ein Kiosk in dieser natürlichen Idylle undenkbar ist. Wer hier Müll hinterlässt, und wenn es nur eine Zigarettenkippe ist, wird öffentlich gesteinigt.




Foto: Jürgen Kunze

20. Baía dos Golfinhos
Die größte Attraktion Fernando de Noronhas. Diese Bucht ist die Paarungs- und Ruhestätte der Spinnerdelphine (golfinhos rotadores=rotierende Delphine). Diesen Namen hat die Spezies bekommen, da sie sich bei Sprüngen aus dem Wasser gerne um die eigene Achse drehen. Weltweit ist kein Platz bekannt, an dem mehr Delphine zusammen "wohnen". Mitarbeiterinnen der Stiftung Projeto GOLFINHO ROTADOR ( www.golfinhorotador.org.br - unbedingt besuchen! ), dessen Hauptsponsor Petrobras - der brasilianische Erdölkonzern – ist, überwachen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang die Bucht und notieren genau die Anzahl der ein- und ausschwimmenden Tiere. Wie sie das machen bleibt mir ein Rätsel, allerdings behauptete eine Mitarbeiterin glaubwürdig die Fehlerqoute liege unter 5%. Auf die Frage, wie viele Delphine gerade in der Bucht wären: ca. 850 Tiere, auf die Frage wie viel sie maximal gezählt hat – über 1000 Tiere. Gerne sind die freundlichen jungen Damen bereit, Ihnen ein Fernglas zur Verfügung zu stellen. Der Zugang zur Bucht ist strengstens verboten und durch Bojen und Seile abgegrenzt. Beste Zeit diese imaginären Wesen von der Aussichtsplattform zu beobachten sind die frühen Morgenstunden, wenn die Delphine vom Jagen in die Bucht zurückkehren.

Fotos: Jürgen Kunze

21. Ponta da Sapata
Dies ist der äußere Zipfel der Insel, der genau nach Westen Richtung Kontinent zeigt. Auf der Karte sieht er aus wie ein alter Schuh (sapata=Lederpantoffel). Es ist der Punkt, wo die Bootstouren umkehren Richtung Hafen. Er lässt sich nur vom Boot aus betrachten – diese Region ist unzugänglich und absolut naturbelassen, die Vegetation ist dieselbe, wie lang vor der Entdeckung der Insel. Die Felsformation gleicht einer liegenden Mumie. Eine Öffnung im Fels, eine Art Tunnel verbindet das äußere mit dem inneren Meer. Die Brasilianer erkennen in der Form der Öffnung die Landkarte Brasiliens, ich sehe einen springenden Delphin. Diese Region ist ein beliebtes Ziel für Taucher.




Fotos mit freundlicher Genehmigung der Inselverwaltung (www.noronha.pe.gov.br) und der genannten Fotografen.