FREIZEITAKTIVITÄTEN





Was tut man nun in Fernando de Noronha, wenn man nicht nur am Strand liegen und dösen möchte (wofür es in Brasilien sicher billigere Reiseziele gibt)?

Wie bereits erwähnt hat Noronha einen "sanften" Tourismus. Wer Jetski- oder Wasserskifahren, Paragliden, Bungeejumping oder am Strand mit dem Buggy rumdüsen will ist hier fehl am Platz.

Noronha bietet dem Besucher folgende Freizeitgestaltungsmöglichkeiten:




ZU WASSER ZU LAND


Wer gerne, insbesondere bei einer Insel- oder Bootstour, beim Tauchen oder Planasub, eine deutschsprachige Führung hätte - meine Frau oder ich sind gerne bereit, Sie zu begleiten. Um den Praia da Atalaia zu besuchen, muss man einen lizenzierten Guide haben und vorbuchen. Meine Frau hat diese Lizenz und kann Plätze buchen. Kontaktieren Sie uns vor Ort unter (81) 3619 1829, (81) 8434 0000, (81) 9704 2619 oder über info@fernando-de-noronha.info.



Zu Wasser


Schnorcheln:

Foto: Hans von Manteuffel
Schnorcheln (bras.: apneia) gehört zum Pflichtprogramm auf Noronha. Für all diejenigen, die des Tauchsports nicht mächtig sind und auch nicht gewillt einen Schnupperkurs hier zu machen, bietet bereits das Schnorcheln einen guten Einblick in die Unterwasserwelt. Schnorchelausrüstung kann gemietet werden z.B. am Hafen. Hier sind an der rechten Seite der Abfahrt zwei Läden - Junco von Jasilda und Sandro, bzw. Santuario (ehem. Apneia) von Sila und Lula, die gegen eine Tagesgebühr von derzeit R$ 30 (Stand 2015) das Equipment verleihen.
Sie sollten sich dieses Erlebnis nicht entgehen lassen. Fernando de Noronha ist bekannt für seinen Artenreichtum an Unterwasserfauna, was einer der drei Gründe zur Verleihung des Titels "Weltnaturerbe" durch die UNESCO ist. Was Sie sehen werden, wird Sie begeistern. Schwärme kleiner und großer bunter Fische, Sardinenschwärme mit unzähligen Tieren, Rochen, wenn Sie Glück haben auch mal einen Manta oder Mantaschwarm, der erhaben durchs Wasser schwebt, Baracudas, Muränen, Wasserschildkröten von bis zu 2 Metern Länge und mit etwas Glück geraten Sie in eine Delphinfamilie, was Ihnen ein unvergessliches Erlebnis bescheren wird und allein eine Reise nach Fernando de Noronha wert ist.
Haben Sie bitte keine Angst vor Haien, "unsere" Haie sind harmlos. Ich selbst schnorchel gern an der Baia dos Porcos und schwimm raus bis zu den Dois Irmãos, wo eine Brut- und Aufzuchtsstätte für Haie ist.
Die besten Plätze zum Schorcheln finden Sie unter dem Menüpunkt "Strände und Buchten".




Tauchen:
Fernando de Noronha ist in Brasilien unangefochtener Tauchspot Nr.1. Weltweit ist Noronha angeblich unter die ersten 5 der Top-Spots der Weltrangliste aufgerückt. Dies ist besonders bemerkenswert, da das Archipel seit gerade einmal ca. 25 Jahren dem Tourismus zugänglich ist.
Das klare Wasser mit Sichtweiten bis zu 50 m, einer Wassertemperatur von durchschnittlich ca.26° C und der Reichtum an Meeresflora und -fauna (ca.250 Fischarten und 15 Korallenarten) locken ganzjährlich zahlreiche nationale und internationale Tauchtouristen an.
Wir haben drei Tauchschulen - unterschiedlicher Qualität, eine Klassifizierung kann ich mir öffentlich nicht erlauben, daher die Anordnung in alphabetischer Reihenfolge: (falls Sie eine Empfehlung haben möchten kontaktieren Sie mich unter (81) 3619 1829, (81) 8434 0000, (81) 9704 2619 oder über info@fernando-de-noronha.info).

Aguas Claras: Hat oft die Besitzer gewechselt. Gehört jetzt einer Vereinigung von, zum Großteil auf dem Festland lebenden Brasilianern.
Atlantis Divers: Die Tauchschule des Franzosen Patrik Mueller, der als einer der ersten "Gringos" (Ausländer) auf die Insel kam.
Noronha Divers: Die "Einheimischen". Besitzer Cesario, gebürtiger Insulaner.

Vom Schnupperkurs bis zum Divemaster, vom Nachttauchen über Strömungstauchen bis hin zum Tieftauchen und Wracktauchen wird alles angeboten. Falls Sie erfahrener Taucher sind, vergessen Sie Ihren Tauchschein nicht. Falls Sie diesen nicht vorlegen können, müssen Sie mit den Anfängern (Batismo) tauchen, was teurer und natürlich für erfahrene Taucher langweiliger ist.
Soltten Sie noch keine Taucherfahrung haben, kein Proplem! Die Tauchschulen bieten Schnupperkurse an, die je nach Tauchschule auch in englischer Sprache gebucht werden können. Ihnen wird für zwei Personen ein individueller Tauchlehrer zugeteilt, der Ihnen die Handhabung der Weste und des Lungenautomaten erklärt und Sie während der Tauchgänge begleitet und nicht aus den Augen lässt. Nicht selten habe ich erlebt, dass nach solchen Schnupperkursen gleich weitergemacht wurde und die betreffenden Personen mit Tauchschein nach Hause gingen.

Nachfolgenden Tabelle zeigt die beliebtesten Tauchspots Fernando de Noronhas:

TAUCHSPOT
TIEFE
KATEGORIE
Navio do Porto
3-8 m
Unerfahren
Morro de Fora
6-15 m
Unerfahren
Laje dos 2 Irmãos
13-24 m
Geübt
Corveta V 17
42-63 m
Sehr Erfahren
Pedra da Sapata
43 m
Erfahren
Ponta da Sapata
14-27 m
Geübt
Navio do Leão
10 m
Unerfahren
Iuias
8-24 m
Erfahren
Cabeço Submarino
4-20 m
Geübt
Ilha do Frade
10-23 m
Geübt
Pedras Secas
12-17 m
Geübt
Pontal do Norte
45 m
Erfahren
Buraco do Inferno
6-17 m
Unerfahren
Cagarras
8-30 m
Geübt
Ressureta
6-13 m
Unerfahren
Ilha do Meio
8-13 m
Unerfahren


Über die besten Tauchplätze in Fernando de Noronha finden Sie im Internet ein Vielzahl von Informationen. Um mich hier nicht zu wiederholen, bzw. zu zitieren, beschränke ich mich auf die Zusammenstellung der nützlichsten deutschsprachigen Links:

Tauchen ultimativ
Schoener Tauchen
Brasilianische Tourismusseite (deutsch)
tauchbasen.net
Tauchplätze auf nullzeit.at

Schöne Fotos unserer Unterwasserwelt finden Sie hier.
Mein favorisierter Tachspot ist übrigens das Wrack der Corveta Ipiranga V17. Dies ist eines der spektakulärsten Wracks weltweit und das am besten erhaltene Brasiliens. Es liegt auf 63m Tiefe, so wie wenn es noch schwimmen würde (nur für erfahrene Taucher!).







Plana Sub:
Foto: Antonio Melcop
Plana Sub, Planasub oder Aguasub ist eine Erfindung aus Fernando de Noronha. Sein Erfinder, der brasilianische Fischerei-Ingenieur Leonardo Bertrand Veras, war früher Haijäger. Als er vor über 20 Jahren nach Fernando de Noronha kam, entdeckte er seine Liebe zu den Haien. Er eröffnete ein Haimuseum (museu de tubarão, in der Nähe vom Hafen) und erfand, um dieses zu finanzieren, jene neue Wassersportart.

Planasub funktioniert folgendermaßen: Ausgerüstet mit Schnorchel und Taucherbrille halten sie sich an einem "Acrylbrett", in dem eine Nut eingefräßt ist, fest. Dieses ist wiederum mit einem Seil mit dem Motorboot verbunden, dass sie, und bis zu 2 andere Planasubler, zieht. Daher nennt man diese Sportart hier auch "Mergulhar de reboque" - Schlepptauchen. Je nach Anstellwinkel, den Sie dem Brett geben, können Sie auf- bzw. abtauchen oder sich um die eigene Achse drehen- oder für Geübte beides. Der Vorteil dieser Sportart ist nicht nur, dass es Spaß macht, sie sehen hierbei auch die reiche Unterwasserwelt Noronhas im Schnelldurchlauf. Sie sollten sich dieses Abenteuer auf keinen Fall entgehen lassen. Eine Planasub-Tour kann gesondert, oder bei einigen Ausflugsbooten im Anschluß an die Bootstour gebucht werden. dauert ca. 4 Stunden, in denen sich die Teilnehmer abwechselnd ziehen lassen. Anbieter gibt es genügend, wobei hier gewisse Qualitätsunterschiede herschen.

Links zum Planasub:
www.planasub.com.br: Offiziele Seite von Leonardo Betrand Veras (port., engl.)
Fernando de Noronha - Tauchen mit Haien: NDR-Reortage über Leonardo B. Veras (deutsch)




Bootstour/Fischen:
Ein weiterer Punkt im Pflichtprogramm des Noronhabesuchers ist eine Bootstour. Die organisierten Touren mit Motorbooten dauern in der Regel 3 1/2 Stunden. Sie können wählen zwischen vormittags (8:30-12:00 Uhr) oder nachmittags (13:30 Uhr bis 17:00 Uhr). Gruppen können ein ganzes Boot mieten. Der Ablauf einer Bootstour gestaltet sich folgendermaßen:
Sie werden an Ihrer unterkunft abgeholt, starten am Pier am Hafen. Nach der Hafenausfahrt steuert das Boot nördlich Richtung Ilhas secundarias. Dort sehen Sie die schroffen Felsformationen des, von der Brandung ausgespülten Lavagesteins. Danach dreht das Boot Richtung Südwest ab und Sie fahren die Strände des Mar de Dentro ab, angefangen vom Praia de Cachorro bis zur Westspitze der Insel dem Ponto de Sapata. Hier wendet das Schiff und steuert den Praia dos Sanchos an, wo im Abstand von ca. 100 Metern vom Strand geankert werden darf. Dort ist ca. 50 Minuten Bade-/Schnorchelpause angesagt. Passen Sie auf die kleinen Fischchen auf, die knabbern einen gerne an. Nach der Pause geht es weiter Richtung Hafen. Zwischen Praia do Cachorro und Biboca unterhalb des Forte Remédios wird angehalten. Hier befindet sich eine Grotte. Durch die Brandung die in diese Grotte klatscht entsteht ein Lärm, der sich wie das Brüllen eines Löwen, je nach Brandung von laut bis ganz laut anhört. Daher trägt die Grotte auch ihren Namen- Burraco do Leão (Löwenloch). Danach wird in den Hafen eingelaufen, wo die Tour endet. Vergessen Sie nicht Sonnenschutz und evtl. Schnorchelausrüstung mitzunehmen. Getränke und Snacks können Sie bei manchen Anbietern an Bord kaufen. Übrigens: Delphingarantie! Ich habe aufgehört zu zählen, wie viele Bootstouren ich bereits gemacht habe, aber bei keiner kam es vor, dass uns Delphine nicht ein Stück des Weges begleiteten und ihre Kunststücke vorführten.
Mein Favorit bei den Anbietern ist Trovao dos Mares. Hier fahren Sie auf einem Katamaran, der stabiler im Wasser liegt, was nicht so leicht Seekrankheit hervorruft. Der Ausflug ist exklusiver, dauert ca. 5 Stunden (nur vormittags), beinhaltet ein Mittagessen, bietet gegen nur 40 R$ Aufpreis Planasub an und ist nur geringfügig teurer als bei den anderen Anbietern. Nachteil ist allerdings, dass die Plätze oft ausgebucht sind. V.a. zur Hauptsaison empfehle ich rechtzeitig zu reservieren. Gerne kann ich für Sie unverbindlich und ohne Mehrkosten Plätze reservieren. Kontaktieren Sie mich rechtzeitig unter info@fernando-de-noronha.info.

Wer gerne fischt - wir haben Anbieter, die halbtägige Angeltouren organisieren. Eine solche Angeltour kostet ca. 900 R$ und ist in der Regel auf 4 Passagiere beschränkt. Sie sollten seefest sein, den Fisch gibt es hauptsächlich im äußeren Meer, aber davon genug. Die Beute: Cavalas (Wahoo - Riesenmakrele), Thunfisch, Doraden, nicht selten über 20 kg schwer und bei viel Glück bzw. im August wenn die Marlinschwärme vorbeiziehen, auch mal ein Schwertfisch.
Auch die Fischer nehmen gegen Bezahlung Touristen zum Fischen mit.
Bestehen Sie in jedem Fall auf einen Teil des Fangs. Wenn Sie nicht wissen, was Sie damit tun sollen, kann ich Ihnen helfen. Den machen wir bei mir am Grill. Ein selbstgefangener Fisch schmeckt am besten.



Für Sportfischer dürfte der August ein interessanter Monat sein. Dann finden, wenn die großen Marlinschwärme (Schwertfische) an Noronha vorbeiziehen die Meisterschaften "Campeonata de Pesca Ozeanica" statt.




Surfen:
Foto: Hans von Manteuffel
Das Wellenreiten lockt alljährlich, nicht nur zur Surfsaison, zahlreiche Sufer nach Fernando de Noronha. Spezialisten dieser Sportart behaupten es herrschen hawaiianische Verhältnisse. Vor allem in den Monaten Februar und März, zu Ende des brasilianischen Sommers, wenn das Meer aufgewühlter als sonst ist und die Wellen bis zu 5 Meter Höhe erreichen, landet eine Vielzahl von Branchas (Surfbrettern) mit ihren Donnos (Besitzern) am Flughafen in Fernando de Noronha. Leider wurde eine Etappe der brasilianischen und internationalen Meisterschaften von Hang-Loose am Casimba do Patre eingestellt. Grund ist angeblich die mangelnde Internetverbindung um die Meisterschaften live zu übertragen. Im Februar und März ist "Easy Living" und " " angesagt. Die weibliche Inseljugend putzt sich raus, das Nachtleben blüht auf, Filmteams, Reporter und jede Menge Surfistas bevölkern die Insel. Der Ecotourismus schlummert kurzzeitig, schläft aber nicht. Beachten Sie bitte in dieser Zeit eine Pousada und auch gegebenenfalls einen Leihwagen vorzubuchen.
Falls Sie diesem Sport, der wie in den Alpenstaaten unserer heimischen Region das Skilaufen gepflegt wird, nicht schon verfallen sind, gibt es die Möglichkeit über einheimische Instruktoren das Surfen zu erlernen. Die Geschichte sieht allerdings leichter aus, als sie ist. Als passionierter Skifahrer- in Bayern aufgewachsen- dachte ich, nach zahlreichen Angeboten meiner einheimischen Freunde: "Jooh, nä sörf mä hoid amoi". Ist nicht so leicht. Ich hab resigniert - vielleicht fühl ich mich zu alt um dies zu erlernen, vielleicht ist und bleibt meine Hauptwassersportart das Segeln, das keine Konkurrenten zulassen will. Eventuell starte ich einen neuen Versuch, sobald mein Sohn, der schon auf dem Brancha stand, bevor er Fahrrad fahren konnte, anfängt mich zu "däbleckn".

Das Windsurfen wird in Noronha eher stiefmütterlich behandelt. Die Wellen sind zur Hauptreisezeit von September bis April für diese Sportart zu hoch. Im Mai finden Windsurfmeisterschaften statt. Ansonsten müssen Sie, wenn Sie dieser Sportart frönen sich ein ruhiges Meer erhoffen und mit eigenem Equipment anreisen - mir ist nichts bekannt, dass in Noronha selbiges vermietet wird.




Kajakfahren:
Betrieb wurde eingestellt !





ZU LAND


Allgemeines:
Um die Insel zu erkunden gibt es verschiedene Möglichkeiten der Fortbewegung.

Zu Fuß: Kleinere Touren können durchaus zu Fuß gemacht werden, aber unterschätzen Sie nicht die Größe der Insel. Nur an einigen Stränden ist es möglich von Strand zu Strand zu laufen, in der Regel müssen Sie zurück auf die Hauptstraße.

Mit dem Fahrrad: ist nicht zu empfehlen, dazu ist die Insel zu heiss und zu hügelig. Wegen mangelnder Nachfrage haben die Vermieter von Fahrrädern den Betrieb eingestellt. Allerdings plane ich derzeit eine E-Bike (Elektrofahrrad) Vermietung, die in Kürze starten wird. Den Prototypen eines E-Bikes habe ich bereits gebaut und fahre auch schon damit auf der Insel. Auch für den Umbau eines Buggys auf Elektroantrieb habe ich bereits eine Genehmigung beantragt. Wenn Sie interessiert sind, kontaktieren Sie mich bitte und fragen nach dem Stand der Dinge.

Zu Pferd: "Das Glück der Erde ist auf dem Rücken der Pferde". Das gilt nicht für mich. Nachdem ich mir vor ca. 15 Jahren in Minas Gerais beim Reiten den Fuß gebrochen habe und 3 Monate in Brasilien mit Gips unterwegs war, mache ich einen Bogen um diese Vierbeiner.
Für Reitsportbegeisterte gibt es die Möglichkeit an geführten Reittouren teilzunehmen. Jedoch dürfen nicht alle Pfade beritten werden.
Reittouren (Passeios Eqüestre) werden angeboten von:
Cavalgada Ecologica Vila da Quixaba, Tel.: 3619 1705
Duda Condutor Eqüestre Vila DPV, Tel.: 3619 1483
Fernando Condutor Floresta Nova, Tel.: 3619 0035
Samuel Basinha, Tel.: 3619 1141
Valter Vila do Boldró, Tel.: 3619 1399

Omnibus: Es gibt eine Omnibuslinie in Fernando de Noronha. Zwei Busse fahren wechselseitig vom Porto zum Sueste und wieder zurück mit Haltepunkten an den wichtigsten Stellen. Eine Busfahrt kostet momentan R$ 3,60. Der Bus ist ein geeignetes Fortbewegungsmittel für den schmalen und ohnehin überstrapazierten Geldbeutel.

Taxi: Das örtliche Taxiunternehmen heißt Nortax und hat seinen Hauptsitz in der Vila dos Remédios neben dem Postamt. Fragen Sie in jedem Fall vor der Fahrt nach dem Preis.

Mietmotorrad: Motorräder (i.d.R. 150 ccm oder 250 ccm Honda Enduros) können gegen - je nach Saison - ca. R$ 120 gemietet werden (internationaler Führerschein erforderlich). Sie sollten schon ein geübter Motorradfahrer sein, da die Wege zu den Stränden zum Großteil schwieriges Gelände sind. Falls Sie interessiert sind - ich vermiete meine Honda Bros Enduro, kontaktieren Sie mich: 3619 1829 oder 8434 0000 oder über info@fernando-de-noronha.info.

Mietwagen: Dies sind fast ausnahmslos Buggys, die für die schwierigen Wege in Fernando de Noronha geradezu wie geschaffen sind. Ein Leihwagen kostet in der Nebensaison ca. R$ 150, in der Hauptsaison (Oktober bis April) R$ 180 und zwischen Weihnachten und Anfang Januar 500 R$ (Vorbuchung erforderlich). Bei längerer Mietdauer (über 3 Tage ) können Sie handeln. Vergessen Sie nicht einen internationalen Führerschein mitzunehmen. Machen Sie unbedingt eine Probefahrt, die Autos sind teilweise in einem haarsträubenden Zustand, oder mieten Sie den Buggy von einem amtlich anerkannten Kfz.-Sachverständigen, nämlich mir (36191829 oder 8434 0000 bzw. info@fernando-de-noronha.info.). In der Hauptsaison empfiehlt es sich vorab zu reservieren.




Buggytour:
Eine Buggytour (Passeio de Bugre oder Ilhatour) ist prinzipiell eine Inseltour mit Guide und Wagen, wobei der Wagen nicht unbedingt ein Buggy sein muß. In jüngster Zeit halten mehr und mehr Fahrzeuge wie Landrover in Fernando de Noronha Einzug, aus dem Grund, da sie mehr als 4 Passagiere transportieren können. Allerdings ist es kein Spass mit 9 anderen Touristen die Insel zu erkunden.
Die Inseltouren beginnen um 8:30 Uhr morgens. Der Fahrer holt Sie in der Pousada ab und bringt Sie an die Sehenswürdigkeiten und Strände Fernando de Noronhas. Leider sprechen nur wenige der Giuas touristicas englisch und wenn, nur gebrochen. Eine Mittagspause wird eingelegt und der Sonnenuntergang ist meist am Praia do Boldró, Praia do Conceição am Mirante do Boldróoder am Forte dos Remédios.
Der Preis für eine Inseltour beträgt im Moment (Jan. 2015) 130 R$ pro Person, wenn Sie über die ansässigen Reiseagenturen buchen und sich eine Tour mit 9 anderen Touristen antun wollen. Individueller geht es mit meiner Frau oder mir und dazu noch deutschsprachig (650 R$, max. 4 Personen). Falls Sie nur zu zweit oder alleine reisen, reservieren Sie über info@fernando-de-noronha.info um evtl. noch andere Teilnehmer zu finden, was ihnen Kosten spart.
Darüber hinaus gibt es noch Touren zu einzelnen Sehenswürdigkeiten, z.B. zum Praia da Atalaia. Hierfür brauchen Sie einen lizenzierten Guide (meine Frau hat die Lizenz) und Sie sollten sich mindestens 2 Tage vorher anmelden. Es gibt einen langen (ca.5 Std.) und einen kurzen (ca. 2 Std.) Wanderweg zum Atalaia. Die Kosten betragen 90 R$ für den kurzen und 150 R$ für den langen Weg pro Person. Empfehlenswerter ist der Lange, hier sehen Sie 3 Pools, von denen die beiden anderen meiner Ansicht nach schöner und nicht überlaufen sind wie der Hauptpool. Beachten Sie bitte, dass der Pool nur bei Ebbe betreten werden kann.




Wandern:
Ums Wandern werden Sie nicht herumkommen, wenn Sie die wichtigsten Plätze Fernando de Noronhas sehen wollen. So können Sie z.B. zum Mirante dos Golfinhos, zum Praia dos Sanchos, zur Baia dos Porcos oder zum Praia da Atalaia nicht direkt mit einem Fahrzeug fahren.
Offiziell dürfen die von der IBAMA freigegebenen Trilhas (Wanderwege), die Teil des Nationalparks sind nur mit autorisierten Touristenführern begangen werden.
Hier eine Wanderungen die ich empfehlen kann und des Öfteren selbst gerne mache:

Strandwanderung vom Praia do Meio zum Praia dos Sanchos und weiter zum Mirante dos Golfinhos:
Ausgehend von der Vila dos Remédios gehen Sie vor der Bar do Cachorro stehend nach links, also Richtung Westen. über einen kleines Waldstück kommen Sie zum Praia do Meio. Am anderen Ende des Praia do Meio ist eine Landzunge mit der Bar do Meio, wo Sie eine Pause einlegen können oder weiterlaufen bis zum Praia do Conceição, um an der Bar "Duda Rei" zu rasten um sich für das nächste Teilstück stärken. Hier können Sie auch fragen ob der Weg zum Praia do Bodró machbar ist. Wenn nicht gerade Flut und Vollmond ist (um die Vollmondzeit - Springzeit in der Gezeitenkunde - ist das Meer aufgewühlter als sonst) wird diese Frage bejaht. Von hier aus gehen Sie weiter Richtung Westen, lassen den Morro do Pico und die Heiligenstatue de Nossa Sra. da Conceição links liegen. Jetzt ist ein klein wenig Klettern angesagt. Über die Felsen, die die Ausläufer des Picos darstellen, geht's zum Praia do Boldró. Der Trampelpfad ist nicht immer leicht zu finden. Wenn Sie sich nicht sicher sind, richtig zu sein, lassen Sie sich auf keine waghalsigen Klettereien ein. Machen Sie lieber Rast und warten bis ein Einheimischer vorbeikommt und Ihnen den Weg zeigt. Sobald Sie den Praia do Boldró sehen, können Sie sich nicht mehr verlaufen. Gleich am Anfang des Strandes ist eine Bar, Casa do Gerson. Weiter westwärts geht es über den Praia do Americano, Bode und Quixabinha zum Casimba do Patre. Am Ausgang dieses Strandes Richtung Straße finden Sie zwei Bars, wo man gut gegrillten Fisch isst. Vom Casimba do Patre führt es bergauf-bergab zur Baia dos Porcos. Beim Anblick des zweitschönsten Strandes Brasiliens werden Sie merken, wie Ihre Schritte schneller werden. Die Bucht schreit förmlich danach ein Bad in ihr zu nehmen. Sind Sie mit Schnorchelausrüstung bewaffnet, ist dies noch besser, die Bucht ist eines der schönsten Schnorchelreviere Noronhas. Leider ist der Weg, zum Sanchos, der 2014 und 2015 zum schönsten Strand weltweit gekürt wurde, nicht nur verboten, sondern mittlerweile auch verfallen. Sie müssen zurück zum Casimba, von dort aus zum Eingang von der Econoronha-Station fahren und von dort aus nach 800 Metern zum Abgang zum Praia dos Sanchos. Über eine Eisentreppe durch ein schmales Loch in einer Grotte gelangen Sie über eine Steintreppe nach 50 Metern Höhenunterschied zum Strand. Ihn zu beschreiben fehlen mir die Worte. Nicht unberechtigt wurde er zum schönsten Strand der Welt gewählt. Wer etwas sucht, fragt oder sich einen Guide leistet findet zur Regenzeit dort einen wunderschönen Wasserfall im Wald. Nach einem Bad hier geht es wieder zurück auf die Anhöhe, die den Sanchos sichelförmig umgibt, man sollte fast meinen beschützt. Mehrere Aussichtspunkte auf dem Pfad Richtung Westen, lassen glauben, dass sich die Natur als Künstler bei der Erschaffung dieses Fleckens Erde besonders Mühe gegeben hat. Der Pfad führt nach ca. 2 km zum Mirante dos Golfinhos und von dort zurück zur Econoronha-Station. Morgens ist es zu empfehlen, zuerst die Baia dos Golfinhos und dann den Sanchos zu machen, da morgens normalerweise mehr Delphine in der Bucht verweilen.

Andere Wanderungen, die Sie auch mit einheimischen Führern machen können/sollten:

Trilha do Farol: Länge ca. 2,5 km. Schöne Aussichtspunkte. Unberührte Natur pur.

Ponta do Capim-Açu: Ausgangs-und Endpunkt Praia de Leão. Führt zum westlichen Ende der Insel an Ruinen von Einrichtungen aus dem 2.Weltkrieg vorbei. Geöffnet nur von August bis Februar.

Pontinha Pedra Alta: Beginnt an der Enseada da Caeira und endet in der Vila da Trinta. Sie besichtigen die "Petras Secas" einen historischen Bereich und die sagenumwobene Höhle des "Captain Kid".

Jardim Elizabeth: Länge 1,6 km, Dauer 1 Std. Der Jardim Elizabeth stammt aus der Zeit der holländischen Besatzung im 18.Jahrhundert. Hier wurden aus Europa importierte Pflanzen zur Nahrungsversorgung der Bevölkerung angebaut. Endet am Praia do Cachorro.

Costa Azul: Länge 2,3 km, Dauer 2 Std. Beginnt an den Ruinen des Frauengefängnisses aus dem 18. Jahrhundert in der Vila dos Remédios. Sie führt zum Morro do Pico vorbei an den Ruinen der Festung Sta. Cruz.

Costa Esmeralda: Länge 2,2 km, Dauer 2 Std. Er ist ein Teilstück der von mir anfangs beschriebenen Wanderung. Sie führt vom Praia do Bode zum Casimba do Patre. Besonders beobachtenswert sind hier die Fregattvögel beim Fischen.




Kultur:
Außer den, in den Kapiteln "Strände" und "Wandern" beschriebenen historischen Einrichtungen existieren in Fernando de Noronha noch weitere Einrichtungen, die Kulturliebhaber interessieren dürften.
Die Vila dos Remédios, zumindest der untere Teil, ist in seiner Gesamtheit von historischer Bedeutung. Von den Holländern während ihrer 25jährigen Besatzung im Jahr 1629 mit der Festung Nossa Senhora dos Remédios gegründet, wurde Sie von den Portugiesen und schließlich von Pernambuco ausgebaut. Interessant ist außer dem Palácio, in dem sich die Inselverwaltung befindet, der Festung und der Kirche auch das Museum und "Arte Noronha", wo noronhiesische Kunst ausgestellt und erworben werden kann. Weitere Sehenswürdigkeiten in der Vila dos Remédios finden Sie auf der Website der Inselverwaltung.
Auf der übergeordneten Seite können Sie mehr über historische Bauten Noronhas erfahren.
Diejenigen die an den Kunstgegenständen der einheimischen Künstler Gefallen finden, sollten das "Espaço Cultural Air France" in der Nähe des Hafens besuchen, wo Sie einheimischen Künstlern, wie z.B. Rock, bei der Arbeit zusehen können. Unsere Künstler arbeiten fast ausschließlich mit natürlichem Material wie Wurzeln, Rinde, Bambus, Bananenblättern, Castanholas etc.. Wer noch mehr Gefallen findet sollte einen begnadeten Künstler, Tam einen Cousin meiner Frau, in seinem Atelier besuchen. Kontaktieren Sie hierzu mich oder meine Frau.
Weiterhin sollten Sie das, im Kapitel Planasub bereits erwähnte Haimuseum in der Nähe des Hafens besuchen.




Sport:
Neben den bereits beschriebenen sportlichen Betätigungen zu Land, wie z.B. Reiten oder sportlichen Betätigungen wie Strandjoggen können Sie am Praia da Conceição bei der Bar "Duda Rei" Schläger und Ball ausleihen um Frescoball oder Beachball zu spielen (zwei Holzschläger, doppelt so groß wie Tischtennisschläger und ein Gummiball). Hier wird auch manchmal Fußball gespielt, Beachvolley oder Futevolley. Am Strand vor der "Bar Duda Rei" ist ein Netz aufgespannt. Wenn nicht gerade jemand spielt und Sie sich beteiligen können, leihen Sie sich einen Volleyball in der Bar aus. Außdem gibt es hier sowie am Praia do Boldro eine Slacline.




Nachtleben:
Vom Nachtleben in Noronha dürfen Sie sich nicht das erwarten, was Sie an der Copacabana in Rio oder in Ponte Negra/Natal vorfinden. Die Touristen sind meist müde von den Tagaktivitäten und fallen frühzeitig ins Bett.
Nichtsdestotrotz ist für Nachtschwärmer in Fernando de Noronha etwas geboten. In der Regel spielt sich das Nachtleben in der Vila dos Remédios ab. Im Mucenca (von den Einheimischen noch Pizzeria genannt) unterhalb der Kirche ist Donnerstag bis Sonntag Live-Musik angesagt. Montags spielt in der Bar do Cachorro "Maracatú", die noronhesische Karnevalsband Trommelmusik. Ansonsten wird hier täglich zum Forró, der einheimischen Volksmusik getanzt. Beginn ab 23:00 Uhr.